Allgemein

„Zucker und Fett sind überlebenssichernd“

Psychologe über Ernährungsfeindbilder

Christoph Klotter im Gespräch mit Ute Welty

Es sei eine fatale Entwicklung, Menschen zu verachten, die noch Zucker und Fleisch zu sich nehmen, sagt Christoph Klotter. Der Ernährungspsychologe kritisiert einen „Klassenkampf von oben“ beim Thema Essen.

Dass Zucker dick und süchtig mache, lasse sich empirisch nicht bestätigen, sagt der Ernährungspsychologe Christoph Klotter, der an der Hochschule Fulda lehrt. Zucker habe sich vielmehr zum Feindbild entwickelt, so wie vor 30 Jahren das Fett.

Damals habe es geheißen, es sei Selbstmord auf Raten, jeden Tag ein Ei zu essen. Heute hätten wir in unserer Gesellschaft den Zucker als angebliche Gefahrenquelle auserkoren.

Quelle: deutschlandfunkkultur.de | 01.02.2020