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Woher sollen die Mitarbeiter für die digitale Revolution kommen?

Knapp 20 Jahre nach Beginn des „digitalen Zeitalters“ ist der Mangel an IT-Spezialisten dramatischer denn je. Solange an den Schulen eine Stunde IT-Unterricht pro Woche stattfindet, wird sich das auch nicht ändern.

Von Miriam Wohlfarth

Die Frage, woher in den nächsten Jahren die IT-Experten kommen, die Deutschland zukunftsfit machen sollen, treibt mich seit einiger Zeit um. Als Geschäftsführerin eines Technologieunternehmens erlebe ich, wie schwer es heute schon ist, genügend gut ausgebildete Leute zu finden.

Damit bin ich nicht alleine. Laut einer Bitkom-Studie vom Dezember sind in Deutschland derzeit 82.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. Im Schnitt vergehen fünf volle Monate, bis Unternehmen einen geeigneten Mitarbeiter gefunden haben.

Das hat unterschiedliche Gründe, aber einer davon hat damit zu tun, dass junge Leute in Deutschland nicht für Digitalberufe begeistert werden.

Meine Tochter ist vierzehn und hat pro Woche eine Stunde IT-Unterricht. Bisher ist noch unklar, ob diese eine Stunde im nächsten Schuljahr überhaupt stattfinden wird. Zeitgemäße digitale Bildung sieht anders aus – im Wesentlichen erkenne ich keinen großen Unterschied zu meiner eigenen Schulzeit.

Quelle: welt.de | 12.07.2019