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Wer nicht lesen kann, kann auch kein Mathe

Wenn es ums Lesen geht, schneiden deutsche Schüler schlecht ab. Im Interview fordert die Dortmunder Schulpädagogin Franziska Schwabe besser ausgebildete Lehrer und kritisiert den Hype um die Digitalisierung.

Von Christiane Hoffmans

Es war erschreckend, was die sogenannten Iglu-Studien ans Licht brachten: Grundschüler haben immer größere Defizite im Lesen. Und während 2001 nur vier Länder signifikant besser waren als Deutschland, schnitten bei der letzten Studie im Jahr 2016 bereits 20 Länder besser ab als Deutschland. Hierzulande, so die Studie, kann jeder fünfte Viertklässler nicht richtig lesen. Welche Konsequenzen hat das? Und wie steuert man dagegen? Das sind Fragen für Franziska Schwabe. Die Wissenschaftlerin vom Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung erforscht, wie Kinder ihre Lesekompetenz stärken können. Und sie kämpft – etwa am kommenden Freitag auf der Leipziger Buchmesse bei einer Podiumsdiskussion – dafür, dass die Bildungspolitik endlich handelt. Titel: „Für das Lesen verloren?!“

Quelle: WELT | 18.03.2019