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Wenn Eltern laut werden: Was ein Kind fühlt, das angeschrien wird

Wenn Kinder von ihren Eltern angeschrien werden, entsteht bei ihnen häufig ein echtes Gefühls-Chaos.
Wissenschaftliche Erkenntnisse machen deutlich, warum Eltern sich die Wirkung ihrer Worte bewusst machen müssen.

Von Gina Louisa Metzler

Manchmal platzt es einfach aus den Eltern heraus. Die Wut hat sich angestaut. Das Kind wollte partout nicht hören. Die Zeit war knapp. Es ist passiert.

Dass man als Mutter oder Vater auch mal laut wird, ist menschlich. Es bedeutet nicht gleich ein Erziehungsversagen. Aber es sollte sehr ernst genommen werden.

Denn Schreien ist Gift für die kindliche Seele. Es kann auf Dauer eine gesunde Entwicklung beeinträchtigen. Und es kann die Beziehung zwischen Eltern und Kind nachhaltig beschädigen.

Es lohnt sich daher, den Blick durch die Augen des Kindes zu wagen und sich bewusst zu machen, wie es sich anfühlt, wenn der wichtigste Mensch in seinem Universum es anschreit.

Danielle Graf, Bestsellerautorin (“Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn”, Beltz-Verlag) und Betreiberin des gleichnamigen Blogs, beschäftigt sich seit Jahren mit der Gefühlswelt von Kindern und versucht durch ihre Arbeit, zwischen Eltern und Kindern zu vermitteln.

Häufig ist es nämlich ein Missverständnis zwischen Eltern und Kind, das dazu führt, dass die Erwachsenen die Fassung verlieren und laut werden. Sie fühlen sich absichtlich von ihren Kindern provoziert, dabei sind die Kinder von ihrem Entwicklungsstand her oft noch gar nicht dazu in der Lage, vorsätzlich zu handeln. […]

Quelle: huffingtonpost.de | 12.07.2018