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Was Kinderaugen hilft, was ihnen schadet

Fast jeder zweite junge Erwachsene in Europa ist schon jetzt kurzsichtig – und die Zahl nimmt zu. Warum? Eine aktuelle britische Studie will Antworten liefern.

Von Nina Weber

Für Kinder ist es gesünder, wenn sie regelmäßig draußen spielen, anstatt ständig drinnen vor einem Buch oder Bildschirm zu sitzen – aus verschiedenen Gründen. Einer davon ist vermutlich nicht allen bekannt: Die Zeit im Freien fördert höchstwahrscheinlich eine gesunde Entwicklung der Augen.

Darauf deutet eine im „British Journal of Ophthalmology“ veröffentlichte Studie einer Londoner Forschergruppe hin. Das Team um Katie Williams wertete Daten von knapp 2000 Zwillingen aus, die zwischen 1994 und 1996 geboren wurden und an einer Langzeitstudie teilnehmen. Die Wissenschaftler untersuchten die Teilnehmer für ihre Fragestellung bis zum Alter von 16 Jahren.

Gut ein Viertel der Teilnehmer entwickelte bis dahin eine Kurzsichtigkeit, im Schnitt bekamen die kurzsichtigen Kinder mit elf Jahren ihre erste Brille. Was waren die Auslöser? Die Forscher haben plausible Erklärungen – auch überraschende Zusammenhänge.

Quelle: SPIEGEL ONLINE | 07.11.2018