Allgemein

Unsportliche Teenager „Die wollen nur chillen“

Kaum ein Kind hüpft noch durch Käsekästchen, selbst der Schulsport wird geschwänzt: Lehrer zeichnen ein erschreckendes Bild. Doch andere versuchen, Kinder wieder zu motivieren, sich mehr zu bewegen – frei von Frust und Helikoptereltern.

Von Dieter Jandt

„Wir stellen bei den Kindern ganz viel fest, dass es viele Kinder gibt, die ihre Motorik nicht mehr genügend beüben, im Alltag, weil sie auch die Chance gar nicht mehr dafür kriegen“, erzählt die Physiotherapeutin Doris Keller. In ihrer Jugend sind die Mädchen noch von Kästchen zu Kästchen gehüpft und haben Gummitwist getanzt. Auf einem Bein zu stehen war kein Problem. Heute aber scheint das für die jüngere Generation eher schwierig. „Ganz viele Kinder können es tatsächlich nicht, und die können vor allen Dingen auf einem Bein ganz oft nicht hüpfen oder mal rückwärts laufen. Das erschreckend, wieviele Kinder im 1. Schuljahr das nicht können.“

„Die wollen nur chillen“, maulen frustrierte Eltern über ihre bewegungsunlustigen Kinder. Auch an Schulen und in Sportvereinen glaubt man erkannt zu haben, dass der Nachwuchs lieber sitzenbleibt. Früher sah das anders aus.

Quelle: Deutschlandfunk Kultur | 04.11.2018