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Über die Angst, etwas zu verpassen

Ahhh, die Jugend. Ihre Sprache verrät viel über den Zeitgeist. Der neueste Trend: Fomo, „The fear of missing out“. Dabei ist es manchmal überhaupt nicht schlimm, nicht immer und überall dabei zu sein.

Von Johanna Dürrholz

Meine Freundin hat Fomo. Neulich kam sie ganz beseelt zu einer Verabredung, weil sie endlich eine Diagnose für ihr Problem gefunden zu haben glaubte. Zu wissen, was man hat, kann schließlich echte Erleichterung verschaffen. Und sie hat eben? „Fomo“, rief sie begeistert. Fomo, das ist also die Fear of Missing Out, ein Syndrom, das zumeist Kinder und Jugendliche befällt, die überall dabei sein müssen und glauben, nur wenn sie auf jeder Party tanzen, können sie je ihren Seelenfrieden finden. Je rastloser sie sind, desto in sich ruhender, gewissermaßen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine | 18.03.2019