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Studie beschreibt schlechte Luftqualität in Klassenzimmern – Forscher warnen: Dicke Luft erhöht die Viruslast

BOZEN. In Klassenzimmern herrscht dicke Luft. Die meiste Zeit wird im Unterricht die empfohlene CO2-Konzentration deutlich überschritten. Das ergab jetzt eine Studie aus Italien, deren Daten zwar noch vor der Corona-Krise erhoben wurden. Aber schon damals halfen Empfehlungen, möglichst häufig zu lüften, nicht. Einem Neustart der Schulen in Pandemie-Zeiten sehen die Forscher deshalb skeptisch entgegen.

Wissenschaftler der Freien Universität Bozen hatten seit Juli 2019 Qualitätsmessungen in Schulgebäuden vorgenommen. Im Rahmen des Projekts wurden 90 Sensoren in fünf Klassenzimmern und 20 Räumen der Oberschule Hack in der Provinz Rom installiert. Diese ermöglichen eine kontinuierliche Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Konzentration und Beleuchtungsstärke. Die daraus gewonnenen Daten wurden in Beziehung mit dem Verhalten der Schüler gesetzt. Diese führten zusätzlich penibel Buch über alle Handlungen wie das Öffnen und Schließen von Türen und Fenstern, die Benutzung von Computern oder das Ein- und Ausschalten von Lichtern und gaben die jeweiligen Gründe dafür an.

Quelle: news4teachers.de | 21.06.2020