Ganztagsschule

Die Vorteile einer Ganztagsbetreuung werden im Folgenden näher erläutert

  • Beitrag zur soziokulturelle Infrastruktur
  • Sozialerzieherische Funktion von Schule
  • Reaktion auf gewandelte Bildungsstruktur
  • Entwicklung von Lernkultur und Förderung

Selbstverständlich obliegt die Erziehung und Pflege der Kinder laut Grundgesetz Artikel 6 den Eltern. Eine Ganztagsschule kann und wird eine Familie nicht ersetzen können. Jedoch hat sich das Familienbild gewandelt. Wenn die Berufsfähigkeit der Eltern im familiären Alltag immer mehr Gewicht erlangt, dann leistet die Betreuung im Ganztag einen wertvollen Beitrag, um Familie und Beruf zu vereinbaren.

Da immer mehr Kinder ohne Geschwister aufwachsen, kommt der Schule eine sozialerzieherische Funktion zu. Hierbei leistet die Schule einen Beitrag zur Sozialisation, ist ein sozialer Kontaktraum, eine Möglichkeit zum Rollenverständnis und Rollenerwerb sowie ein Ort sozialer Verantwortung und Teilhabe.
Will man Kinder und Jugendliche ganzheitlich erziehen, um sie auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten, benötigt man Zeit, welche im regulären Schulbetrieb nicht gegeben ist. Eine Ganztagsschule fördert den Erwerb von Schlüsselqualifikationen, beispielsweise Teamfähigkeit durch Projektunterricht und flexible Lernzeiten. Neben diesen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen kann und soll die Chancengerechtigkeit gefördert werden.

Offene Ganztagsschule (OGTS)

Gemeinsames Frühstück (7.45 bis 8.15 Uhr)
Um 7.45 Uhr beginnt das gemeinsame Frühstück. Bis 8.15 Uhr haben die Schüler die Möglichkeit, sich untereinander und mit den teilnehmenden Lehrern fernab vom Unterrichtsgeschehen auszutauschen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Schüler gefrühstückt haben und gestärkt den Schultag beginnen. Die Möglichkeit, das Neueste vom Neuen mit den Klassenkameraden vor Schulbeginn auszutauschen, reduziert den Geräuschpegel in der ersten Stunde enorm.

Vormittagsunterricht (8.15 bis 13.15 Uhr)
Der Vormittagsunterricht findet regulär im Klassenverbund, nach Möglichkeit im Doppelstundenprinzip, statt. Im Unterricht wird zum einen Teamfähigkeit geschult und zum anderen das Prinzip des angstfreien Lernens erlebbar. Nach dem Mittagessen finden Hausaufgabenbetreuung, Förder‐ und Intensivierungskurse, die vom jeweiligen Fachlehrer betreut werden, statt.
Nach jeweils einer Doppelstunde ist 15 Minuten Pause (wenn möglich an der frischen Luft).
Unterrichtsende ist 13.15 Uhr.

Gemeinsames Mittagessen (13.15 bis 14.00 Uhr)

Hausaufgabenbetreuung und Lernzeit (14.00 bis 15.00 Uhr)
Ab 14 Uhr beginnt die Hausaufgabenbetreuung. In der Regel sind die Hausaufgaben bis 15 Uhr erledigt. Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt unter Anleitung von ausgebildeten Lehrern.
Bei Bedarf können Förderkurse angeboten werden, sofern dies nicht durch Zusatzstunden im Vormittagsunterricht gegeben ist.

Freizeiterziehung (15.00 bis 16.30 Uhr)
Von 15 bis 16.30 Uhr steht die Freizeiterziehung zur Auswahl. Je nach Wunsch werden Neigungsgruppen, beispielsweise Werken, künstlerisches Gestalten, Schulhaus AG oder Sport angeboten. Hier steht das Erholen vom Lernen im Vordergrund, das bedeutet, dass die Schüler einem Hobby nachgehen können, welches ihrer Neigung entspricht.

Schulküche

Es versteht sich von selbst, dass man bei einem Ganztag‐Konzept auf Pausen und Verpflegung achten muss. Frühstück und Mittagessen gehören dazu und sind für die Schüler verpflichtend.
Aktuelle Studien belegen, dass fast 60 Prozent aller Schüler ohne gefrühstückt zu haben am Morgen in die Schule kommen. Eine negative Entwicklung der letzten Jahre, die der Tatsache geschuldet ist, dass viele Eltern so früh das Haus verlassen müssen und für eine gemeinsame Mahlzeit keine Zeit mehr bleibt. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und auch auf die Gesundheit unserer Schüler zu achten, beginnt jeder Schultag mit einem gemeinsamen Frühstück (7.45 Uhr bis 8.15 Uhr) von Schülern und Lehrern. Hier geht es uns auch um den sozialen Aspekt. Hierbei werden Kompetenzen erlernt, wie die Erfahrung mit der Tischgemeinschaft, das Erlernen und Einüben von Tischkultur und Tischmanieren, dieVertrautheit eines geregelten Tagesablaufs und fester Strukturen sowie die Kommunikation mit Mitschülern und Lehrern. Die Klassenstufen übernehmen abwechselnd den Tischdienst.
Eine ausgewogene Ernährung soll dazu beitragen, den Kindern und Jugendlichen eine gesunde Lebensweise beizubringen.