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Schüler sollen besser schwimmen können

Im Jahr 2017 ertranken in Bayern 86 Menschen – das sind mehr als in jedem anderen deutschen Bundesland. Die Aktion „Bayern schwimmt“ soll das ändern. Sie richtet sich an alle Grundschüler der vierten Klassen. 120 Millionen Euro will die Staatsregierung außerdem in den nächsten sechs Jahren in ein Förderprogramm für Freibäder stecken.

Von Wolfgang Wittl

Ein Wochenende, drei Tote, zwei Vermisste ohne Hoffnung auf Überlebenschancen: Die ersten heißen Tage haben auf grausame Art gezeigt, wie gefährlich schönes Wetter für alle Freizeitsportler sein kann, die beim Schwimmen Abkühlung suchen.

Mehr als 200 natürliche Seen gibt es zwischen Rhön und Alpen, auch deshalb nimmt Bayern bundesweit stets eine traurige Spitzenrolle ein. 86 Menschen ertranken 2017 im Freistaat, weit mehr als in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen (jeweils 55) oder Baden-Württemberg (38). Damit sich die Statistik langfristig ändert, haben Kultusministerium und Wasserwacht eine Aktion ersonnen. Sie heißt „Bayern schwimmt“ und richtet sich an alle Grundschüler der vierten Klassen.

Quelle: sueddeutsche.de | 06.06.2019