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Schluss ohne Noten

Exkursion, Benefizlauf und Projekttag: Vor den Ferien funktioniert Schule plötzlich anders. Lehrer, Eltern und Schüler loben die wertvolle Zeit.

Von Iris Hilberth

Chemie fällt heute aus, in Französisch wird ein Film angeschaut und der Musiklehrer geht mit der ganzen Klasse zum Eisessen. Es ist noch eine Woche bis zu den Sommerferien, die Noten sind längst gemacht, die Bücher zurückgegeben, und viele Eltern haben den Eindruck, als befänden sich die Schulen schon seit geraumer Zeit in einer Art Vorferien-Modus. Statt Mathe und Geschichte stehen Ausflüge, Spiele und Feste auf dem Stundenplan. Nicht alle finden das gut.

Mitunter ist bei manchem der Unmut über den vermeintlichen Schlendrian deshalb so groß, weil in den Wochen zuvor der Druck mit Schulaufgaben und Abfragen immens war. Muss das sein? Es muss, sagen die Schulleiter, Lehrer und auch Schüler. Denn die letzten zwei Wochen vor den Sommerferien dienen der Entschleunigung und dem Gemeinschaftsgefühl. Sie lassen Raum für eine andere Form der Pädagogik und Zeit für Dinge, die im laufenden Schuljahr nicht möglich sind.

Quelle: sueddeutsche.de | 21.07.2019