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Prävention heißt, Kinder stark und selbstbewusst machen

Handyfotos aus der Umkleide, begrapschen in der Klasse – sexuelle Gewalt macht vor Schulen nicht Halt. Damit Schulen mehr Präventionsarbeit leisten können, wurde in vielen Bundesländern Infomaterial verschickt. Einige Schulen haben mittlerweile Anlaufstellen für Schüler eingerichtet, doch vielen fehlt das Geld.

Von Meriem Benslim

„Wir haben festgestellt, dass über diese Information hinaus eigentlich gar nichts passiert ist. Wir halten es für erforderlich, dass in den Schulen für diese Arbeit auch Zeitressourcen zur Verfügung gestellt werden. Das heißt, dass Kolleginnen und Kollegen, die das zu ihrer Herzensangelegenheit machen, dass die dafür auch Anrechnungsstunden bekommen. Das ist aber überhaupt gar nicht passiert“, sagt Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in NRW.

Das Landesschulministerium in NRW bestätigt diese Einschätzung sogar und weißt die Verantwortung für die Art der Prävention den Schulen zu. Aus dem Ministerium heißt es: „Die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ bietet Informationen und Hilfestellungen, damit die Schulen Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt erarbeiten können. Die Schulen in NRW entscheiden in eigener Verantwortung, welche Projekte sie zu dem Thema umsetzen möchten“, so Ministeriumssprecher Moritz Börner.

Quelle: Deutschlandfunk | 06.11.2018