Pädagogisches Konzept

Unser Leitbild:
Respekt – Konsequenz – Gerechtigkeit.

Anders als andere!

Unser Ziel ist es, einen angstfreien Raum für Schüler, Lehrer und Eltern zu schaffen, der im Wesentlichen auf drei Säulen basiert:
Gerechtigkeit, Respekt und Konsequenz.

Gerechtigkeit ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gemeinschaft. Sie betrifft Interaktionen der einzelnen Mitglieder untereinander und fußt immer auf dem Gedanken von Gleichbehandlung aller Mitglieder. Eine vom Schüler individuell erlebte Gerechtigkeit des Lehrers vermittelt dem Schüler, dass er ein wertvolles Mitglied der Klassengemeinschaft ist. Dadurch wird der Anteil der Schüler minimiert, die sich ungerecht behandelt fühlen, und so die Vertrauensbeziehung des Lehrenden und Lernenden gestärkt. Dadurch kann der Schüler angstfrei lernen (vgl. Dalbert, 2011, S. 7).

Respekt ist die Grundlage zwischenmenschlicher Interaktion, die auf den Prinzipien der Gleichheit und Gerechtigkeit beruht. Die Lehrkraft ist in der Pflicht, Vorbild zu sein. Nur, wer seine Schüler respektvoll behandelt, sie mit ihren Stärken und Schwächen wahrnimmt, erntet Respekt. Dies ist vor allem in der identitätsbildenden Phase der Jugend essenziell. Ferner wird angstfreies Lernen gefördert, da die Schüler Wertschätzung erfahren.

Erzieherische Konsequenz ist nötig, da Kinder und Jugendliche Richtlinien für die Persönlichkeitsentwicklung brauchen. Wir verstehen unter erzieherischer Konsequenz pädagogisch angemessene sowie deutliche, für den Schüler nachvollziehbare Reaktionen auf sein Verhalten, insbesondere durch positive Verstärkung für gutes Bemühen und Einsatzwillen. Der erzieherische Einfluss und die Glaubwürdigkeit gehen verloren, wenn Erziehende nicht konsequent sind. Das Prinzip Partizipation nach Gordon besagt, dass Eltern und Kinder altersgemäß Abmachungen entwickeln, bei deren Verstoß Konsequenzen folgen.
Für die Schule trifft dies ebenfalls zu. Die Schüler halten die Hausordnung und die Schulordnung ein. Zudem werden in den einzelnen Jahrgangsstufen gemeinsam Klassenregeln erarbeitet, damit ein positives Klassenklima gewährleistet ist. Bei Nichtbeachtung müssen die Jugendlichen die Konsequenzen für ihr Verhalten tragen. Dadurch greift erneut das Leitthema des angstfreien Lernens, da die Kinder und Jugendlichen wissen, was sie bei einem Verstoß erwartet. Sie müssen keine willkürlichen Bestrafungen fürchten, da die Konsequenzen in der Klasse gemeinsam beschlossen wurden und somit bekannt sind. Außerdem wird die soziale Kompetenz – das Halten an Regeln – im Umgang mit anderen Menschen und die Selbstverantwortlichkeit der Schüler gefördert, da sie an der Erstellung der Klassenregeln teilhaben. Die Vereinbarungen werden nicht aufgezwungen, um Widerständen entgegenzuwirken. Innerhalb dieser gemeinsam erarbeiteten Regeln können sich die Schüler frei entwickeln und ihre Identität festigen, um zu mündigen Mitgliedern der Gesellschaft zu reifen und sich in der Gesellschaft bewegen zu können.