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Mathe im Livestream, Goethes Gretchen als Gif

Homeschooling in Corona-Zeiten kann mehr sein als via Mail übermittelte Hausaufgaben. Was lassen sich Lehrer einfallen für die Kids? Ein Überblick über die besten Ideen

Von Hannes Leitlein, Parvin Sadigh, Simone Gaul, Judith Luig und Lisa Hegemann

Bruchstriche ziehen am Küchentisch, Lateinvokabeln pauken mit Mama nebendran, die aus dem Homeoffice Videokonferenzen in Dauerschleife abhält, englische Grammatik lernen auf dem Sofa: Es hat gedauert, bis sich alle Bundesländer dazu entschlossen haben, aber nun ist es so weit. Um der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, bleiben die Tore der rund 32.500 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland nun erst einmal geschlossen.

Doch auch wenn viele Schüler und Schülerinnen sich vielleicht im Ferienmodus wähnen: Aufgehoben ist die Bildungspflicht nicht, so hat es die Kultusministerkonferenz beschlossen. Die kommenden Wochen sind also keine verlängerten Ferien, sondern Unterrichtszeit, die zu Hause stattfinden soll. Was aber gibt es für Möglichkeiten, die Kinder und Jugendlichen fernab der Schule mit Unterrichtsmaterial zu versorgen? Wie lässt sich die Motivation aufrechterhalten? Es gibt wenig klare Vorgaben, wie das funktionieren kann – und so bleibt den Lehrern und Lehrerinnen derzeit oft nichts anderes übrig, als zu improvisieren. Und es zeigt sich: Not macht erfinderisch. Wir haben uns umgehört und stellen ein paar Ideen vor – ein kleines Best-of-Homeschooling 1.0 gewissermaßen.

Quelle: zeit.de | 17.03.2020