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Lehrkräfte: Arbeiten sie wirklich zu viel?

Wie viel Zeit stecken Lehrer genau in ihre Arbeit? Im Herbst sollen die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht werden. ©christian_newman/unsplash.com

Sie bereiten den Unterricht vor, korrigieren Klausuren, organisieren Elternabende. Darüber klagen viele Lehrer. Eine Studie untersucht, wofür sie ihre Zeit aufwenden.

Von Ines Schipperges

Wenn um fünf vor sechs der Wecker von Jens Finger klingelt, wacht er auf und freut sich. Finger unterrichtet Deutsch und Geografie an der Alexander-von-Humboldt-Schule, einem Gymnasium in Neumünster in Schleswig-Holstein. Er denkt dann nicht an den Stress, den die Abiturprüfungen bedeuten, und auch nicht an die Organisation der nächsten Klassenfahrt. Er denkt: „Ach, super, gleich hab ich die 8e, was steht heute auf dem Plan? Afrika? Ach, prima.“

Finger empfindet seinen Beruf als bereichernd, liebt es, junge Menschen in ihrem Werdegang zu begleiten und zu fördern, mit ihnen zu arbeiten und sich ihr Vertrauen zu erarbeiten. Als Finger sein erstes Schulpraktikum absolvierte, war er vor Aufregung ganz kribbelig, endlich vor einer Klasse stehen zu dürfen. Im Jahr 2009 beendete er sein Referendariat, seitdem ist er Lehrer aus Leidenschaft. Doch er kennt auch die negativen Seiten dieses Jobs: permanenter Druck, permanente Anspannung, Überstunden, immer neue Anforderungen – bis hin zur Überforderung.  […]

Quelle: zeit.de | 04.07.2018