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Lehrerpreis für das „umgedrehte Klassenzimmer“

Videos schauen statt Hausaufgaben: Der Träger des Deutschen Lehrerpreises dreht den Unterricht um. Seine Schüler bereiten den Stoff zuhause vor und üben das Gelernte gemeinsam im Unterricht. Das Projekt kommt gut an – auch andere Schulen wollen sich im nächsten Jahr beteiligen.

Von Michael Watzke

„Eigentlich gehört jeder Lehrer in die sozialen Medien rein. Entweder, um für sich selbst zu lernen oder um mitzukriegen, was das eigentlich mit uns macht. Und mit unseren Schülern macht.“

Fordert Sebastian Schmidt, 37, Mathematiklehrer an der Inge-Aicher-Scholl-Realschule in Neu-Ulm. Der frischgebackene Träger des Deutschen Lehrerpreis sagt aber auch:

„Guter Unterricht geht nicht per Klick. Sondern mit durchdachten und wohlüberlegten didaktischen und pädagogischen Prinzipien. Und er geht immer nur über den Fleiß und die Arbeitswilligkeit von Schülern.“

Sebastian Schmidt will die analoge und die digitale Welt im Klassenzimmer zusammenbringen. Deshalb hat er vor sieben Jahren begonnen, zusammen mit anderen Lehrern ein sogenanntes „Flipped Classroom“-Konzept auszuarbeiten.

Quelle: deutschlandfunk.de | 18.11.2019