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Lehrer müssen nicht immer Chef im Ring sein

Düsseldorf Lehrer-Kolumne Schüler und Pädagogen spielen ihre Rollen – und das ist durchaus hilfreich. Kerstin Roske erklärt warum.

Geschichtsstunde in der siebten Klasse beendet, schnell Sachen packen und in die nächste Klasse gehen. Doch ein paar Schülerinnen und Schüler stehen in Plauderlaune am Pult und möchten etwas aus ihrem Leben erzählen. Da ist er: der Lebensraum Schule. Ein paar persönliche oder gar private Worte, und das gemeinsame Lernen und Lehren fällt ein wenig leichter. Die kleinen Pausen im Alltag, Klassenfahrten oder Arbeitsgemeinschaften sind dafür wertvoll. Dann macht Schule Spaß, weil ein gegenseitiger Respekt spürbar ist, der nicht nur darauf basiert, dass der Lehrer in seiner Rolle der Chef im Ring ist. Dass Lehrer vor einer Klasse eine Rolle spielen, gehört zum Berufsbild. Das ist auch sinnvoll, da Schüler ein Recht darauf haben, dass man in Sprache und Auftreten Vorbild ist.

Von Kerstin Roske

Quelle: rp-online.de | 01.05.2019