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„Keine Langzeitstrategie gegen den Lehrermangel“

Die universitäre Lehrerbildung ist der größte Einzelstudiengang in Frankfurt – doch viele Absolventen arbeiten lieber nicht an Schulen.

Von Franziska Schubert

Dass den Schulen aufgrund von Pensionierungen und steigenden Schülerzahlen die Lehrkräfte ausgehen werden, davor warnen Experten seit geraumer Zeit. Noch dramatischer schätzt allerdings Holger Horz den Lehrermangel ein. Der Direktor der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Frankfurter Uni rechnet „bundesweit mit erkennbar 50 000 unbesetzten Stellen in den nächsten fünf Jahren – insbesondere an den Grundschulen.“

Das Lehramt ist mit rund 7000 Studierenden der größte Einzelstudiengang an der Goethe-Universität, alle der 16 Fachbereiche außer Medizin und Jura sind an der Ausbildung der Pädagogen beteiligt. „Je nach Fach und Schulart ergeben sich für Studierende bei uns 200 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten“, erläutert Horz. Separat ausgebildet werden angehende Berufsschullehrer darüber hinaus in den Wirtschaftswissenschaften.

Das große Angebot verlangt der Universität einiges an Koordination ab, aber auch Studieninteressierte sollten sich eingehend beraten lassen. Zur Auswahl stehen das Lehramt an Grundschulen, an Haupt- und Realschulen, an Gymnasien sowie an Förderschulen sowie 19 verschiedene Unterrichtsfächer. Lehramtsstudierende entscheiden sich in der Regel für eine Kombination von zwei Fächern. […]

Quelle: fr.de | 10.07.2018