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Gymnasiasten bekommen den besseren Politikunterricht

Schüler wollen in der Schule über Nachhaltigkeit und soziale Ungleichheit reden. Eine Studie zeigt, dass diese Themen außerhalb der Gymnasien oft zu kurz kommen.

Von Parvin Sadigh

Schülerinnen und Schüler mit höher gebildeten Eltern bekommen mehr und besseren Politikunterricht. Wie eine Schülerbefragung des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin (FU) zeigt, geben die meisten Schülerinnen und Schüler an, dass sie im Unterricht ermuntert werden, eigene Meinungen zu äußern und unterschiedliche Standpunkte kennenzulernen. Aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse sind demnach im Unterricht Thema, die Schüler erörtern sie und diskutieren Lösungen. All das zeugt von einem hochwertigen Politikunterricht, der möglichst aktuell, kontrovers und exemplarisch sein soll.

Solchen Unterricht aber erhalten Schülerinnen und Schüler am Gymnasium häufiger als jene, die etwa Gesamtschulen, Realschulen oder berufsbildende Schulen besuchen. Die Nicht-Gymnasiasten finden laut der Umfrage Politikunterricht häufiger langweilig oder kompliziert. Ähnliches zeigt sich bei Projekten oder Angeboten, die über den reinen Politikunterricht hinausgehen.

Quelle: zeit.de | 04.06.2019