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Die Generation der Bildungsverlierer

Fast ein Drittel des Schuljahres sind für Kinder und Jugendliche durch den Corona-Lockdown verloren gegangen. Zu befürchten ist, dass die unterrichtsfreie Zeit zu erheblichen Lernrückständen geführt hat.

Von Alaf Köller

Als Folge stark ansteigender Covid-19-Infektionszahlen begann Mitte März in allen 16 Ländern der Shutdown, der zur Schließung sämtlicher Schulen und Kitas in Deutschland führte. Kinder und Jugendliche wurden ins selbstorganisierte häusliche Lernen geschickt, pädagogische Fachkräfte aus ihrer Verantwortung für frühe Bildungsprozesse entlassen, Lehrkräfte aufgefordert, die Schüler mit Aufträgen fürs häusliche Arbeiten zu versorgen, und Eltern gebeten, die Rolle der Lehrer beim Beaufsichtigen und Unterstützen ihrer Kinder zu übernehmen.

Rund vier Wochen später gab die dritte Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina relativ konkrete Hinweise, wie man vorsichtig die Schulen wieder öffnen könne, um die befürchteten negativen Konsequenzen fehlender Beschulung zumindest zu reduzieren. Ende April kamen dann die ersten kleinen Lerngruppen ausgewählter Klassenstufen für wenige Stunden wieder in die Schule, und seit kurzem gilt in verschiedenen Bundesländern, dass Kitas und Grundschulen wieder im Vollbetrieb ohne Einhaltung der Abstandsregeln laufen sollen.

Quelle: faz.net | 28.06.2020