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Bayerns Schulen fehlen im kommenden Schuljahr 500 Lehrer

Aktuellen Berechnungen zufolge werden in Bayern im kommenden Schuljahr 500 Lehrer fehlen. Der Mangel an Pädagogen wächst bedenklich, vorallem in München.

München – Versetzung dringend gefährdet: Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hat mit drastischen Worten den Lehrermangel bei bestimmten Schularten im Freistaat beklagt. „Die Hütte brennt“, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann am Mittwoch in München mit Blick auf das kommende Schuljahr an Grund-, Mittel- und Förderschulen. Hier würden nach aktuellen Berechnungen bayernweit rund 500 Lehrkräfte fehlen.

Auf die Frage nach der Situation in München sagte Fleischmann zur AZ: „Auch wenn noch keine eigenen Zahlen für Oberbayern und die Landeshauptstadt vorliegen, ist eines doch klar: München ist für junge Lehrer absolut kein Schmankerl. Wenn man bedenkt, dass in Unterfranken oder der Oberpfalz die Lebenshaltungskosten vielleicht halb so hoch sind wie in der Landeshauptstadt – da verstehe ich jeden, der zu München sagt: nein danke!“

„München ist für junge Lehrer absolut kein Schmankerl“
Aus Sicht des BLLV müsste die Staatsregierung Geld in die Hand nehmen, um jungen Pädagogen München schmackhaft zu machen. „Vorstellbar wäre eine Art Ballungsraumzulage, wie es sie früher schon einmal gegeben hat. Oder auch Staatsbediensteten-Wohnungen. Da stünden Lehrer aber auch gleich mit Polizisten, Bahnern und Verwaltungsbeamten in Konkurrenz.“

Überhaupt ist das liebe Geld einer der Hauptgründe für den aktuellen Lehrermangel, zumindest aus Sicht des BLLV. Verbandsvize Gerd Nitschke: „Es macht beim Einstiegsgehalt einen Unterschied von 400 Euro, ob man nach Besoldungsgruppe A12 oder A13 entlohnt wird.“ Und Präsidentin Fleischmann ergänzt: „Geld hamma ja angeblich – also noch zumindest.“

Quelle: abendzeitung-muenchen.de | 24.07.2019