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„Annahmen über unsere Welt vielleicht mal in Frage stellen“

Stand der Bildung haben sowohl die Unesco als auch die Bundesregierung Berichte veröffentlicht. Zu wenig werde diskutiert, was eigentlich „gute Bildung“ ist, meint die Politökonomin Maja Göpel – man müsse dabei nicht „alles durchdigitalisieren“

Maja Göpel und Nicole Dittmer im Gespräch mit Korbinian Frenzel

Mehr als 250 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit gehen derzeit nicht zur Schule. Das ist etwa jeder sechste Heranwachsende. Dies geht aus dem heute vorgestellten Weltbildungsbericht der Unesco hervor.

Die Mehrheit der betroffenen Minderjährigen – über 90 Prozent – leben in den Weltregionen Subsahara Afrika, Zentral-Südostasien, Ost-Südostasien und Nordafrika. Als Hauptgrund für den fehlenden Schulbesuch gilt Armut.

Schwerpunkt des ebenfalls veröffentlichten nationalen Bildungsberichts ist das Thema Digitalisierung. Auch hier ist das Resümee noch nicht zufriedenstellend: Es fehlt an der Ausstattung für das digitale Lernen sowie an Konzepten und an Personal.

Quelle: deutschlandfunkkultur.de | 23.06.2020