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Am Anfang war die Schule

Die Bewohner eines Dorfs in Brandenburg stellen erstaunliche Projekte auf die Beine.

Text: Peter Laudenbach
Fotografie: Tanja Kernweiss

Niedrige Backsteinhäuser, eine kleine Kirche, Kühe und sehr viel Landschaft. Das Dorf Wallmow im nordöstlichen Zipfel der Uckermark ist ein Idyll. Und im Vergleich zu vielen anderen in Brandenburg recht lebendig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass 56 der 272 Einwohner jünger sind als 16. „Durch die jungen Familien, die nach Wallmow gezogen sind, hat sich das Dorfleben verändert, der Zusammenhalt ist größer geworden“, sagt Heike Rymas, die Ortsvorsteherin.

Dass Wallmow diese Familien anzieht und keines dieser langsam sterbenden Dörfer mit leer stehenden Häusern und überalterter Einwohnerschaft geworden ist, hat einen einfachen Grund: Es gibt eine Schule. In der einstigen Villa eines Großbauern werden heute 49 Kinder von sechs Lehrern unterrichtet.

Zum Schulgelände gehören eine Wiese und ein kleiner See. Es kommt vor, dass der Unterricht eine ganze Woche lang im Wald stattfindet. Auch die Arbeit in den schuleigenen Gartenbeeten oder in der Werkstatt gehört für die Kinder zum Alltag.

Quelle: brandeins.de | 2019